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28.05.2019 - Nach dem Israels Beziehungen zu rechten Parteien in EU und USA - mit Dr. Shir Hever

Vortrag und Diskussion mit dem Wirtschaftswissenschaftler Dr. Shir Hever, Vorstandsmitglied der "Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost e.V." (Träger des diesjährigen Göttinger Friedenspreises) - am Dienstag, den 28. Mai 2019 um 19 Uhr im KulturSaal des Café Buch-Oase, Germaniastr. 14 in Kasssel-West. Eintritt: FREI. In seinem Vortrag wird Shir Hever nicht nur einen Überblick über die bestehenden Allianzen der israelischen Regierung mit rechten Kräften in Europa und den USA geben, sondern auch die Hintergründe und den gegenseitigen Nutzen erläutern. In Europa steht die Rechte von AFD über Marine Le Pen bis hin zu Orban und Salvini hinter Israel, unbeschadet der Tatsache, dass diese gleichzeitig antisemitische Kampagnen unterstützen. Auf Aufmärschen von AFD und Pegida sehen wir immer wieder Israelfahnen. In den USA sind es vor allem evangelikale Christen, die den Siedlungsausbau bedingungslos unterstützen und eine „Erlösung“ des ganzen Landes fordern. Sie stehen mehrheitlich hinter Trump und gelten als treibende Kraft hinter der US-amerikanischen Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt und des Golan als israelisches Staatsgebiet, dazu als glühende Verehrer der rechts-nationalistischen Netanjahu-Regierung. Diese Allianzen werfen Fragen auf: Welche Vorteile zieht die israelische Regierung aus diesen Kontakten? Braucht Netanjahu „rechte Freunde“, um zu zeigen, dass Israels Ansehen in der Welt nicht beschädigt ist? Demonstriert die Regierung so ihre Stärke? Oder ist dies vielmehr Ausdruck von Schwäche, der wachsenden Isolierung Israels? Ist die Abschottungspolitik der israelischen Regierung gegenüber Flüchtlingen, die Unterdrückung der PalästinenserInnen und das jüngst verabschiedete „Nationalitätsgesetz“, das nur jüdischen Staatsbürgern ein Selbstbestimmungsrecht einräumt, ein Vorbild für die radikale Rechte? Fortschrittliche Kräfte in Israel, die sich für ein Ende der Besatzung einsetzen, werden immer stärker ausgegrenzt und unterdrückt. Wie können wir diese unterstützen? Weiterlesen »


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